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Während die Erhaltung von Kunstgegenständen und Kulturgütern zu Recht große Aufmerksamkeit genießt, wird jene von Naturobjekten allzu oft vernachlässigt. Gesteine, Mineralien und Fossilien unserer Heimat sind unschätzbare Zeugen der Erdgeschichte, die viel über das Werden der Landschaft erzählen können. Das "Mineralienzentrum Steinstadel" - untergebracht in einem Jahrhunderte alten, denkmalgeschützten Natursteinbau - hat sich zur Aufgabe gemacht, solche erdwissenschaftliche Dokumente zu sammeln und zu konservieren, um sie der Nachwelt zu erhalten. So soll ein Fundus entstehen, der nicht nur Laien die Faszination der Geologie näher bringt, sondern auch die Forschungsarbeit von Fachleuten unterstützen hilft.
Die Interessen von Hobbysammlern, Experten und vor allem Grundbesitzern sind naturgemäß manchmal recht unterschiedlich. Besonders letztere empfinden die Bergung erdwissenschaftlicher Objekte oft als Besitzstörung. Hier möchte das "Mineralienzentrum Steinstadel" in Zukunft als Vermittler wirken. Jeder - egal welcher der oben genannten Gruppe er angehört - ist herzlich eingeladen, sich in diese Zusammenarbeit einzubringen: Grundbesitzer, in dem sie die fachgerechte Bergung erdwissenschaftlicher Objekte dulden und dieses Anliegen verstehen, Hobbysammler als Leihgeber (oder Spender) von Exponaten und Experten als kritische Ratgeber bei deren Beurteilung und Dokumentation. Die enge Zusammenarbeit mit Fach-Institutionen ist geplant.
Es gibt wenige Regionen in unserem Heimatland, deren geologische Vergangenheit spannender ist, als jene im Umfeld von Aggsbach-Dorf: - Waldviertel und Dunkelsteinerwald als Bestandteil eines ehemaligen Urgebirges - der Donaulauf von Strudengau bis zur Wachau, der die Gesteine und inneren Strukturen dieses Gebirges großartig erschließt - die "Diendorfer Störung" mit ihrem Verlauf direkt durch Aggsbach-Dorf als Zeugnis aktueller geologischer Vorgänge - das Alpenvorland und die nahen Kalkalpen als Zeugen des einstigen Urmeeres.
Die Unterschiedlichkeit dieser Zonen manifestiert sich in einer unerschöpflichen Vielfalt an Gesteinen, Mineralien und Fossilien. Diese zu dokumentieren und attraktiv zu präsentieren ist Ziel des "Mineralienzentrums Steinstadel".
"Nichts ist so gut, dass man es nicht fortwährend besser machen könnte". Dies soll besonders für das "Mineralienzentrum Steinstadel" gelten. Das Projekt steht erst am Anfang. Die Sammlung im ersten Raum bildet den Grundstock und freut sich auf künftige Erweiterungen. Jeder, der etwas einbringen möchte - seien es neue Objekt aber auch Anregungen oder Kritik - ist herzlich dazu eingeladen!
jeden Freitag in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr und Samstag, Sonntag und Feiertag von 11.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr
Bei gewünschten Besichtigungen von Gruppen außerhalb dieser Öffnungszeiten ersuchen wir mit Frau Mag. Christine Nussbaumer, Tel.Nr. 0664 / 93 70 444 Kontakt aufzunehmen.
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